Indogermanische sprachfamilie


14.01.2021 21:37
Indogermanische Sprachfamilie - Latein einfach erklrt!
Zeitpunkt und der Ort ihres Ursprungs. Die Gemeinsamkeiten, welche die Familie als solche ausmachen, sind hier mehr in Lautbild (Phonologie) und Sprachbau (Grammatik, Syntax, Morphologie) als im Wortschatz zu finden. Ein Team unter Leitung der Harvard Medical School in Boston, USA, und des Australian Centre for Ancient DNA der Universitt Adelaide hat nun Hinweise auf massive Wanderungsbewegungen aus den eurasischen Steppengebieten vor circa 4500 Jahren entdeckt, die einen deutlichen Einfluss auf die Verbreitung. Die zahlreichen Einzelsprachen lassen sich - abgesehen von bruchstckhaft berlieferten Sprachen - in elf groe Sprachgruppen unterteilen. Zu ihr gehren jahrtausende alte Sprachen wie.B. Basierend auf einem direkten Vergleich mit Individuen der Yamnaya-Kultur, Viehhirten aus den eurasischen Steppengebieten, schtzen wir den genetischen Steppenanteil in den Schnurkeramikern aus Sachsen Anhalt auf betrchtliche 75 Prozent, sagt Lazaridis, und fgt hinzu, dass sich die Schnurkeramiker und die Yamnaya-Population. Haak sagt zuversichtlich: Die Hauptaufgabe besteht nun darin, nach und nach die Fundlcken in unserer genetischen Kartierung zu stopfen. Die Einzelsprachen haben sich heute weit voneinander weg entwickelt, sowohl innerhalb der gesamten Familie als auch innerhalb des finno-ugrischen Zweiges.

Des Weiteren sind - wie der Name der Familie bereits andeutet - die Indischen (bzw. Die in dieser Woche in der. Mehrheitlich vertritt die historische Sprachwissenschaft die Auffassung, die indogermanische Sprachfamilie sei vor rund 6000 Jahren in der pontischen Steppe in der heutigen Ukraine entstanden. Der Terminus selbst wurde 1823 von Julius Klaproth geprgt. Die Familie wird heutzutage in sechs Zweige aufgeteilt, den gyptischen, den kuschitischen, den tschadischen, den omotischen, den berberischen und den semitischen Zweig, welcher die meisten Sprecher hat. Diese zogen vor mehr als 9000 Jahren aus dem Nahen Osten gegen Westen und wurden bereits vor rund 7500 Jahren in Mittel- und Westeuropa sesshaft. Die afroasiatische Sprachfamilie besteht aus etwa 350 Sprachen, die von rund 350 Millionen Sprechern gesprochen werden. Die hypothetische Ursprache wird als "Proto-Uralisch" bezeichnet und war vermutlich vor 8000 Jahren im mittleren Ural verbreitet. Der dritte kaukasische Zweig, Sdkaukasisch oder Kartwelisch, erstreckt sich sdlich des kaukasischen Hauptgebirgszugs.

Sie liefert eine umfassende, hochwertige Sammlung von Sprachdaten, die sich fr phylogenetische Analysen eignen. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich in Ost-West-Richtung vom Atlantik bis zum Persischen Golf und in Nord-Sd-Richtung vom Mittelmeer bis nach thiopien und Somalia, also vom Norden Afrikas bis nach Westasien. Die dort beschriebene Analyse kombiniert ein Modell der Lexik-Entwicklung einzelner Sprachen mit einem expliziten rumlichen Verbreitungsmodell von Sprechern dieser Sprachen. Die wichtigsten und bekanntesten semitischen Sprachen sind Arabisch und Hebrisch. Zu den wichtigsten, offiziellen Turksprachen gehren Aserbaidschanisch, Kasachisch, Kirgisisch, Usbekisch und Turkmenisch. Die Forscher, darunter auch Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts fr Menschheitsgeschichte in Jena, widersprechen damit teilweise den populrsten Thesen ber den Ursprung der indoeuropischen Sprachen, denen zufolge der Urahn dieser Sprachen mit den frhen Bauern vor mehr als 9000 Jahren aus dem Nahen Osten nach Europa kam. Zusammen bilden sie die indogermanische Sprachfamilie. Insgesamt wurden die Gene von ber 90 Individuen sequenziert, die zwischen 30 Jahren vor heute in Europa lebten.

Wie bei den altaischen Sprachen ist hier unsicher, ob diese Sprachen wirklich alle miteinander genetisch verwandt sind, vor allem auch deshalb, weil schriftliche Zeugnisse fast komplett fehlen. Letzterer beinhaltet zwei wichtige europische Sprachen, die nicht zur indoeuropischen Familie gehren, nmlich Finnisch und Ungarisch, auerdem die Sprache der Lappen, die als verstreute Nomaden in nrdlichen Gebieten Finnlands, Schwedens, Norwegens und Russlands leben und weitere, im Gebiet der Wolga angesiedelte Sprachen. Die Vergleichende Indogermanische Sprachwissenschaft, kurz Indogermanistik, hat die sogenannten "indogermanischen" Sprachen zum Forschungsgegenstand. Bei der Analyse der Datenstze kristallisierten sich zwei wesentliche Bevlkerungsumbrche heraus: Der erste Umbruch geht auf die Ausbreitung der frhen Bauern ber ganz Europa zurck. Allerdings haben wir mit alter DNA endlich die zeitliche und genetische Auflsung, die uns hier weiterbringen kann. Genomweite Daten von Frhbauern hatten gezeigt, dass dieser dritte Anteil zu dieser Zeit noch nicht in Europa vorhanden war und daher erst spter hinzugekommen sein musste. Die Frhbauern aus Spanien, Deutschland und Ungarn sind genetisch nahezu identisch, was auf einen gemeinsamen Ursprung im Nahen Osten schlieen lsst. Keramiken, aus dem Mittelmeerraum und dem mittel- und nordeuropischen Kontinent beruhen. Bereits vor der Einwanderung indogermanischer, semitischer und turkischer (oder trkischer) Bevlkerungsgruppen, sprach man im Gebiet des Kaukasus von kaukasischen Sprachen. Wie kam Indoeuropisch nach Europa?

Dies enge Verbindung konnte nun auch naturwissenschaftlich belegt werden, ergnzt Harald Meller, Direktor des Landesmuseums fr Vorgeschichte in Halle (Saale). Indo-European Lexical Cognacy Database (IELex die von der Gruppe, evolutionary Processes in Language and Culture am Max-Planck-Institut fr Psycholinguistik entwickelt wurde. Auerdem gehren Griechisch, Albanisch, Armenisch, und Tocharisch zur indogermanischen Familie, obwohl sie nicht Teil eines der eben aufgezhlten Unterzweige sind. Von Konstanze Fassbinder, die indogermanische Sprachfamilie, die meisten Sprachen, die in Europa gesprochen werden, gehren zur Familie der indoeuropischen Sprachen. Die Studie beruht auf einer bisher einmaligen Datenbasis: Im Vergleich zu bislang vorliegenden Studien wurden mehr als doppelt so viele Genome prhistorischer Europer sequenziert. Mongolisch als Staatssprache der Mongolischen Republik ist die grte der mongolischen Sprachen, mit ihr verwandt sind die Sprachen Burjatisch, Tuwinisch und Kalmckisch, die alle auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion gesprochen werden. Reich fgt hinzu: Unsere Ergebnisse stellen die Theorie der Sprachverbreitung im Zusammenhang mit der Einwanderung der ersten Bauern in Frage. Reich, Haak und ihre Kollegen sind trotz der monumentalen Aufgabe optimistisch, dass man sich der Lsung annhern wird. Die altaischen Sprachen, altaisprachen oder kurz auch Altaisch ist eine in Eurasien weit verbreitete Sprachfamilie, die aus etwa 60 Sprachen mit rund 160 Millionen Sprechern besteht. Das ist ein heikles Thema und muss mit Bedacht angegangen werden, warnt Mitautor Johannes Krause, Direktor des neuen Max-Planck-Instituts fr Menschheitsgeschichte in Jena.

Grob gesagt kann man alle Sprachen beiderseits des Kaukasus als solche bezeichnen. Haak geht sogar noch weiter: Das Signal ist so stark, dass man fast von einer genetischen Datierung sprechen knnte, basierend auf dem Vorkommen von ein, zwei oder allen drei Komponenten.  Zudem wissen wir aus der Archologie, dass Radfahrzeuge frhestens zu diesem Zeitpunkt aufgekommen sind. Deshalb knnen Sprachwissenschaftler die indogermanische Grundsprache in ihren verschiedenen Aspekten rekonstruieren (Lautsystem, Grammatik, Wortschatz, Syntax). Wir wollen verstehen, wie hnlich sich Bevlkerungsgruppen aus Europa, Anatolien, dem Kaukasus, Iran und Indien vor 30 Jahren waren, um so dem potentiellen Ursprung der indoeuropischen Sprachen nher zu kommen. Altgyptisch und dessen moderne Fortsetzung, Koptisch, auerdem Babylonisch-Assyrisch, die Sprache der meisten Bcher des Alten Testaments und lange Zeit als lteste Sprache berhaupt angesehen und Aramisch, die heute noch vereinzelt im Iran und Irak gesprochene Sprache Jesu' Christi. Die Turksprachen erstrecken sich ber ein groes Gebiet vom Rande Europas bis weit nach Sibirien und Persien hinein; es gibt verwirrend viele und sehr eng miteinander verwandte Einzelsprachen. Die den meisten Europern wohl Bekannteste ist das moderne Trkisch.

Die Ergebnisse legen nahe, dass die Schnurkeramiker, nicht nur genetisch eng mit den Hirten aus der Steppe verwandt sind, sondern mglicherweise auch eine hnliche Sprache hatten, sagt Lazaridis. Tatschlich fanden sich unter den Proben auch einige Ausreier, die bisher archologisch allein aufgrund ihrer Ausrichtung als lter eingestuft wurden, allerdings die dritte Komponente aufwiesen. Zum nordstlichen, am Kaspischen Meer gelegenen nordostkaukasischen oder nach-dagestanischen Zweig gehren Tschetschenisch, Inguschisch und die in Dagestan gesprochenen Sprachen. Von diesen gibt es rund 40 unterschiedliche, die von etwa 9 Millionen Sprechern gesprochen werden. Die  Vorgeschichte bekannter Ereignisse der Zeitpunkt des ersten Nachweises einer toten Sprache sowie Ereignisse, die sich aus archologischen Befunden oder historischen Belegen schlieen lassen,  werden verwendet, um den abgeleiteten Sprachfamilienstammbaum auf den Zeitaspekt zu kalibrieren.

Wir haben eine neue Technik entwickelt, die es uns erlaubt, die Teile des Genoms zu isolieren, welche die meisten Informationen ber die Menschheitsgeschichte enthalten und haben nur diese Abschnitte sequenziert. Das deckt sich mit der Ansicht von Linguisten, die argumentieren, dass die Sprachentwicklung schneller voranschreitet als die der Gene, und fr die eine Verbreitung der indoeuropischen Sprache mit den ersten Bauern daher einige tausend Jahre zu alt ist. Der dritte Anteil war in jedem Individuum zu sehen, das jnger als 4500 Jahre war, und in keiner der lteren Proben aus Mitteleuropa. Wann und wie war jedoch unklar. Etwa die Hlfte der Weltbevlkerung spricht heute eine indogermanische Sprache.

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